COVID-19 und MS

„Patiententag Multiple Sklerose“ lieferte spannende und aktuelle Informationen zu Therapie und Alltagsfragen

Ende Januar war es wieder soweit – im Rahmen der Initiative „Neurologie im Gespräch“ fand unter Federführung des Instituts für Seminare, Schulungen und Training (ISST) der virtuelle Patiententag zum Thema „Multiple Sklerose“ statt.

In einer digitalen Plenumsdiskussion wurden relevante Fragen rund um die Erkrankung, deren Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten besprochen. Ein erfahrenes Expertenteam aus Neurologen, Psychologen, Sportwissenschaftlern und MS Nurses stand den interessierten Patienten Rede und Antwort.

Multiple Sklerose Veranstaltung zeigt Fortschritte in den Behandlungsoptionen auf

Ein besseres Verständnis der Multiplen Sklerose (MS) und daraus resultierende effizientere Behandlungsmöglichkeiten haben in den letzten Jahren zu einem Paradigmenwechsel im Therapiemanagement geführt. Inzwischen konnte die Lebenserwartung der Patientinnen und Patienten dadurch nahezu normalisiert werden.

Die medikamentöse MS-Behandlung ist ein vergleichsweise junges Vorgehen, das Mitte der 1990er Jahre mit der Entwicklung von Interferon begann und in den letzten Jahren einen Quantensprung hinsichtlich wirkungsvoller Therapien für hoch-aktive Verläufe vollzog. Als klinische Konsequenz wird daher inzwischen der frühe Start einer verlaufsmodifizierenden Immuntherapie angestrebt.

MS-Symptome effektiv behandeln

Trotz der immer vielfältigeren Therapiemöglichkeiten kann jedoch nicht bei allen Patienten ein symptomfreier Verlauf der MS erreicht werden. Ein Großteil der Patientinnen und Patienten leidet unter MS-assoziierter Spastik. Diese geschwindigkeitsabhängige Zunahme des Muskeltonus führt u.a. zu Schmerzen, Schlafstörungen sowie einer verminderten Mobilität und Unabhängigkeit. Die Folge können Arbeitsplatzverlust und sozialer Rückzug mit weiteren auch psychischen Belastungen für die Betroffenen sein.

Neben regelmäßiger Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis und aerobem Krafttraining kann eine medikamentöse Therapie unterstützend wirken. Dazu gehören u.a. Kaliumkanalblocker oder GABA-Analoga. Das THC/CBD-Oromukosalspray hat dabei als eines der wenigen Cannabis-Präparate seine Wirksamkeit in einer Zulassungsstudie unter Beweis gestellt und ist für die Behandlung der MS-assoziierten Spastik zugelassen.

Video des virtuellen Patiententags

Erfahren Sie mehr über den aktuellen Stand der Wissenschaft sowie zu einzelnen Möglichkeiten, mit der Erkrankung auch im Alltag möglichst gut zu leben, hier im Video.