Multiple Sklerose Ursachen

Während die Ursache für Multiple Sklerose (MS) nach wie vor nicht bekannt ist, sind Wissenschaftler der Auffassung, dass mehrere Faktoren — wie u.a. Umweltfaktoren oder genetische Faktoren — eine Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen.

Was verursacht MS?

Die Ursachen für Multiple Sklerose sind unbekannt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Erkrankung das Resultat einer Kombination verschiedener Faktoren ist:

Umweltfaktoren

Multiple Sklerose tritt häufiger in Regionen auf, die weiter vom Äquator entfernt liegen. Wissenschaftler, die das Krankheitsmuster studieren, untersuchen, ob geografische Unterschiede (Dauer der Sonneneinstrahlung, Veränderungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit etc.), demografische Merkmale (Alter, Geschlecht, Ethnie, Migrationsmuster etc.), die Ernährung, Infektionen oder Umweltgifte MS verursachen oder verschlechtern können [1-2].

Bisher konnte kein spezifischer Umweltfaktor gefunden werden, der die Erkrankung auslöst; wahrscheinlich wird sie durch mehrere Faktoren verursacht.

Es gibt zunehmend mehr Beweise dafür, dass das MS-Risiko geringer ist, je mehr Sonnenlicht wir ausgesetzt sind, denn dann ist unser natürlicher Vitamin-D-Spiegel höher (der vermutlich die Immunfunktion unterstützt) [1-2].

Migrationsstudien unterstützen die Auffassung, dass gewisse Umweltfaktoren, denen man vor dem Einsetzen der Pubertät ausgesetzt ist, eine Person dafür prädisponieren, später Multiple Sklerose zu entwickeln. So scheint für Menschen, die in einer Gegend mit einem hohen MS-Risiko geboren wurden, das Erkrankungsrisiko geringer zu werden, wenn sie vor ihrem 15. Lebensjahr in eine Gegend mit geringem MS-Risiko umziehen [1-2].

Studien haben gezeigt, dass Rauchen das Risiko, an MS zu erkranken, erhöht und mit einer schwereren Ausprägung sowie einem schnelleren Krankheitsverlauf korreliert [1-2]. Außerdem wurde der Kontakt mit toxischen Substanzen wie Lösungsmitteln oder Schwermetallen in Zusammenhang mit einer MS-Erkrankung gebracht, jedoch ohne zu eindeutigen Ergebnissen zu kommen [3].

Es wurde auch berichtet, dass zu viel Salz dazu führt, dass das Immunsystem eine Autoimmunerkrankung auslöst [4-5].

Infektionen wurden von Ärzten und Forschern häufig als potenzielle Ursache für Multiple Sklerose angeführt, diese Theorie konnte jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen werden [1-2].

Ist MS erblich? Genetische Faktoren

MS ist zwar nicht erblich bedingt, aber Personen, die mit einem MS-Patienten ersten Grades verwandt sind, zum Beispiel Geschwister oder Eltern, haben ein höheres Erkrankungsrisiko. Tatsächlich kommen gewisse Gene bei Bevölkerungsgruppen mit erhöhten MS-Raten häufiger vor und bei manchen Familien, in denen mehr als eine Person an der Krankheit leidet, wurden gemeinsame genetische Faktoren nachgewiesen. Deshalb nehmen Forscher an, dass genetische Faktoren zu einer Prädisposition für MS beitragen könnten [1, 6-8].

Quellen

1. In: http://www.nationalmssociety.org/What-is-MS. Accessed 25/01/2017.
2. O’Gorman C, Lucas R, Taylor B. Environmental Risk Factors for Multiple Sclerosis: A Review with a Focus on Molecular Mechanisms. Int J Mol Sci. 2012; 13(9):11718-11752.

3. Napier MD, Poole C, Satten GA, Ashley-Koch A, Marrie RA, Williamson DM. Heavy metals, organic solvents and multiple sclerosis: an exploratory look at gene-environment interactions. Arch Environ Occup Health. 2016; 711:26-34.
4. Hucke S, Wiendl H, Klotz L. Implications of dietary salt intake for multiple sclerosis pathogenesis. Mult Scler. 2016; 22(2):133-9.
5. Krementsov DN, Case LK, Hickey WF, Teuscher C. Exacerbation of autoimmune neuroinflammation by dietary sodium is genetically controlled and sex specific. The FASEB Journal. 2015; 29(8): 3446-3457.
6. Dyment DA, Ebers GC, Sadovnick AD. Genetics of multiple sclerosis. Lancet Neurol. 2004; 3(2):104-10
7. Hoppenbrouwers IA, Hintzen RQ. Genetics of multiple sclerosis. Biochim Biophys Acta. 2011; 1812(2):194-201.
8. Gourraud PA, Harbo HF, Hauser SL, Baranzini SE. The genetics of multiple sclerosis: an up-to-date review. Immunol Rev. 2012; 248(1): 87-103.
9. Muñoz-Culla M, Irizar H, Otaegui D. The genetics of multiple sclerosis: review of current and emerging candidates. Appl Clin Genet. 2013; 6: 63-73.

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Disclaimer

Diese allgemeinen Informationen haben nicht die Absicht, eine Erkrankung zu diagnostizieren oder medizinisches Fachpersonal zu ersetzen. Um die beste Beratung für Ihre Krankheit sowie Antworten auf Ihre medizinischen Fragen zu erhalten, sollten Sie einen Mediziner konsultieren. Nur ein Arzt kann Ihre Lage vollumfänglich und angemessen einschätzen und entscheiden, welche Behandlungen erforderlich sind.