MS Diagnose

Aufgrund der Vielzahl der auftretenden Symptome setzen Ärzte mehrere Verfahren wie z.B. eine neurologische Untersuchung und Laboruntersuchungen ein, um festzustellen, ob ein Patient die Kriterien für die Diagnose Multiple Sklerose (MS) erfüllt und um andere Erkrankungen auszuschließen.

Wie wird Multiple Sklerose diagnostiziert?

Aufgrund der Vielzahl an Symptomen, die die Krankheit verursacht – manchmal ähnlich mit denen anderer Erkrankungen – und den zahlreichen Arten, wie diese auftreten, kann es schwer sein, Multiple Sklerose zu diagnostizieren. Deshalb müssen von den Ärzten mehrere verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden, um festzustellen, ob ein Patient an einer MS leidet oder ob es sich um einer andere Erkrankung handelt [1-2].

Für die Diagnose der Multiplen Sklerose werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Wie bei jeder anderen Erkrankung auch, wird zunächst die Krankheitsgeschichte (Anamnese) erfragt. Dabei werden Vorerkrankungen und die derzeitigen Symptome bzw. Beschwerden geschildert. Dazu zählen [1-2]:

Neurologische Untersuchung

Bei dieser Untersuchung werden die Ausfälle bzw. Funktionseinschränkungen in Bezug auf das Nervensystem untersucht. Es werden u.a. die Funktion der Hirnnerven (sehen, hören, riechen und schmecken) und die Reflexe untersucht. Die Muskelkraft wird beurteilt, genauso wie die Bewegungsabläufe (gehen) und Sensibiliätseinschränkungen erfasst.

Blutuntersuchungen

Um andere Erkrankungen wie z.B. AIDS oder Borreliose auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen, wird eine Blutuntersuchung durchgeführt.

Magnetresonanztomografie (MRT)

Eine Technik, die ein starkes Magnetfeld und Radiowellen einsetzt, um Schichtbilder des Gehirns und des Rückenmarks zu erhalten, mit deren Hilfe schon kleinste Veränderungen wie z.B. entzündete und/oder vernarbte Gewebebereiche, die bei MS auftreten, ermittelt werden können.

Es sollte angemerkt werden, dass die MRT-Bildgebung für die Diagnose von MS zwar hilfreich, aber nicht immer eindeutig ist, besonders im Frühstadium der Krankheit. Deshalb sollte sie stets im Zusammenhang mit den Symptomen und einer physischen Untersuchung angewandt werden.

Evozierte Potentiale: Test, bei dem Elektroden auf der Kopfhaut angebracht werden, um die elektrische Reaktion des Zentralnervensystems (ZNS) auf einen Stimulus zu testen (z. B. mit einem Schachbrettmuster, bei dem die hellen und dunklen Felder auf einem Bildschirm wechseln oder Klick-Geräusche, die über Kopfhörer abgespielt werden, um visuell oder akustisch evozierte Potentiale im Hirnstamm zu messen). Ein langsameres oder abnormales Muster der elektrischen Impulse bestimmter Nerven weist auf eine gestörte Erregungsleitung hin, ausgelöst wahrscheinlich durch Demyelinisierung. Bei 70 bis 90 % der Patienten, bei denen MS diagnostiziert wird, sind die Ergebnisse dieser Tests abnormal.

Lumbalpunktion: Analyse einer Probe der Zerebrospinalflüssigkeit (CSF, Flüssigkeit, die das Gehirn und das Rückenmark polstert), um Abnormalitäten zu identifizieren, die bei Patienten mit MS auftreten. CSF wird unter einer Lokalanästhesie durch die Punktion des Wirbelkanals (Spinalkanals) am unteren Rücken entnommen. Zu den CSF-Veränderungen, die bei 80 bis 90 % der MS-Patienten festgestellt werden, zählt ein Anstieg der Zellen und Proteine des Immunsystems (Immunoglobuline), was eine Entzündung oder eine starke Immunreaktion andeutet. Die Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit kann auch dabei helfen, andere Erkrankungen auszuschließen, die nur schwer von Multipler Sklerose zu unterscheiden sind.

Quellen

1. In: http://www.nationalmssociety.org/What-is-MS. Accessed 25/01/2017.
2. Rolak LA. Multiple Sclerosis: It’s Not The Disease You Thought It Was. Clin Med Res. 2003; 1(1): 57-60.

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Disclaimer

Diese allgemeinen Informationen haben nicht die Absicht, eine Erkrankung zu diagnostizieren oder medizinisches Fachpersonal zu ersetzen. Um die beste Beratung für Ihre Krankheit sowie Antworten auf Ihre medizinischen Fragen zu erhalten, sollten Sie einen Mediziner konsultieren. Nur ein Arzt kann Ihre Lage vollumfänglich und angemessen einschätzen und entscheiden, welche Behandlungen erforderlich sind.