Formen der MS

Es können vier Verlaufsformen oder Phänotypen der Multiplen Sklerose (MS) unterschieden werden: klinisch isoliertes Syndrom (CIS), schubförmig remittierende MS (RRMS), primär progrediente MS (PPMS) und sekundär progrediente MS (SPMS).

Klinisch Isoliertes Syndrom (CIS)

Bei einer neurologischen Funktionsstörung, der eine Schädigung im Zentralnervensystem zugrunde liegt, kann es sich um ein CIS handeln. Diese schubförmige Störung, die laut Definition mindestens 24 Stunden anhalten muss, ist charakteristisch für die MS, erfüllt jedoch noch nicht die Kriterien für eine Diagnose der Erkrankung, da das CIS sich nicht zwingend zu einer Multiplen Sklerose entwickeln muss.

Wenn das CIS mit Läsionen im Gehirn ähnlich derer bei MS einhergeht, wie mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) festgestellt werden kann, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen zweiten Schub neurologischer Symptome und eine Diagnose einer schubförmig remittierenden MS.

Schubförmig remittierende MS (RRMS)

Die häufigste Verlaufsform der Krankheit – sie betrifft etwa 85 % der Fälle – ist charakterisiert durch klar abgegrenzte Schübe neuer oder sich verschlechternder neurologischer Symptome, die für mehrere Tage oder Wochen andauern. Die Art und Anzahl der Symptome, die während eines Schubes auftreten sowie die Häufigkeit der Schübe variiert von Patient zu Patient. Die Symptome lassen im Laufe der Zeit nach oder bilden sich vollständig zurück. In diesen Zeiten der teilweisen oder vollständigen Genesung gibt es keine erkennbare Verschlechterung der Krankheit.

Dieses Schema aus Schub und Erholung kann sich mehrere Jahre hinziehen. Anfangs scheint nach jedem Schub eine vollkommene – oder beinahe vollkommene – Erholung einzutreten. Mit der Zeit – oft erst 5 bis 15 Jahre später – werden manche Symptome wegen der Akkumulation von Narbengewebe im Gehirn und der sukzessiven Nervenschädigung chronisch.

Primär progrediente MS (PPMS)

Ein Krankheitsverlauf, der ungefähr 15 % der Menschen mit MS betrifft und charakterisiert ist durch die fortschreitende Verschlechterung neurologischer Symptome ohne anfängliche Rückbildung und Schübe.

Sekundär progrediente MS (SPMS)

Verlaufsform, die auf die ursprüngliche RRMS folgt, bei der sich die MS-Symptome verschlechtern, mit oder ohne zusätzliche gelegentliche Schübe. Ungefähr zwei Drittel der Patienten mit RRMS entwickeln nach etwa 15 Jahren eine SPMS.

Quellen

1. Lublin FD, Reingold SC, Cohen JA, Cutter GR, S⌀rensen PS, Thompson AJ, et al. Defining the clinical course of multiple sclerosis. The 2013 revisions. Neurology. 2014; 83(3):278-86.
2. Polman CH, Reingold SC, Banwell B, et al. Diagnostic criteria for multiple sclerosis: 2010 revisions to the McDonald criteria. Ann Neurol. 2011; 69(2):292-302.
3. McDonald WI. Compston A, Edan G, et al. Recommended diagnostic criteria for multiple sclerosis: guidelines from the international Panel on the diagnosis of multiple sclerosis. Ann Neurol. 2001; 50(1):121-7.
4. Lublin FD, Reingold SC. Defining the clinical course of multiple sclerosis: results of an international survey. National Multiple Sclerosis Society (USA) Advisory Committee on Clinical Trials of New Agents in Multiple Sclerosis. Neurology. 1996; 46(4):907-11.
5. Poser CM, Paty DW, Scheinberg L, et al. New diagnostic criteria for multiple sclerosis: guidelines for research protocols. Ann Neurol. 1983; 13(3):227-31.

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