Sehstörungen

Sehstörungen, die bei MS auftreten (verschwommene Sicht, erschwertes Farbensehen, Erblindung auf einem Auge etc.), sind auf die Beeinträchtigung des Sehnervs und/oder der Funktionsweise der Muskeln zurückzuführen, die die Augenbewegungen steuern.

Was sind MS Sehstörungen?

Sehstörungen sind ein häufiges Symptom der Multiplen Sklerose (MS). Sie sind auf die Auswirkungen der Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) zurückzuführen. Der Prozess der Demyelinisierung (Verlust der die Nerven umgebende Substanz) ist die eigentliche Ursache für MS und unterbindet viele der normalen Funktionen des Nervensystems. Infolgedessen können bei manchen MS-Patienten Sehstörungen auftreten.

Die meisten Sehstörungen, die im Zusammenhang mit MS beobachtet werden, sind auf die Beeinträchtigung des Sehnervs (dieser sendet visuelle Signale vom Auge zum Gehirn) oder auch anderer Hirnnerven, die die Augenbewegungen steuern, zurückzuführen.

Die häufigsten Arten von Sehstörungen sind:

  • Optische Neuritis: Wird ausgelöst durch eine Entzündung des Sehnervs, der für die Übermittlung der Informationen, die unsere Augen aufnehmen, an das Gehirn zuständig ist, wodurch das Sehen ermöglicht wird.
    • Betroffene berichten von abnehmender Sehschärfe, Gesichtsfeldausfällen und Schmerzen bei Augenbewegungen.
    • Diese Sehstörungen treten in der Regel schubweise auf (neue und akute Veränderungen oder neurologische Symptome, die länger als 24 Stunden anhalten oder eine klare Verschlechterung des Zustands des Patienten) und nach einigen Wochen kann die Sehkraft wieder normal sein.
    • Vorübergehende Blindheit: Bei schweren MS-Episoden oder Symptomausbrüchen kann es zu vorübergehender Blindheit kommen, die von einer akuten Entzündung des Sehnervs ausgelöst wird. Im Allgemeinen ist dies jedoch ein Übergangsstadium, das im Laufe der Zeit abklingt.
  • Sind andere Hirnnerven mit in Leidenschaft gezogen, die die augenbewegungssteuernden Muskeln versorgen, kann es zu Augenbewegungsstörungen kommen. In Folge sieht der Patient Doppelbilder, verschwommen, kann unter Gleichgewichtsstörungen und unwillkürlichen Augenbewegungen (Nystagmus) leiden. Wie bei den anderen Veränderungen am Auge verschwindet auch das Doppeltsehen in der Regel von alleine wieder.

Die häufigsten Sehstörungen bei MS-Patienten sind:

  • Verschwommene Sicht
  • Schmerzen bei Augenbewegungen
  • Erschwertes Farbensehen
  • Doppeltsehen
  • Verlust der Sehkraft

Normalerweise treten all diese Symptome nur vorübergehend auf und eine völlige Erblindung ist selten.

Warum treten bei MS Sehstörungen auf?

Wie bei allen im Zusammenhang mit MS auftretenden Symptomen sind auch Sehstörungen auf den fortschreitenden Abbau des Myelins und der Nervenfasern zurückzuführen. Dadurch wird die Übermittlung der visuellen Signale vom Auge zum Gehirn (Sehnerv) und der Signale in die Nerven, die die Augenbewegung steuern, unterbrochen. Infolgedessen wird die Funktionsweise des zentralen Nervensystems (ZNS), welches das Gehirn, das Kleinhirn und das Rückenmark umfasst und für die Regulierung der normalen Funktionen des Auges zuständig ist, unkoordiniert.

Behandlung 

Die meisten durch MS ausgelösten Sehstörungen treten nur vorübergehend auf und erfordern keine spezielle Behandlung.

Trotzdem verschreibt der Arzt in manchen Fällen eine Behandlung mit Steroiden (auch Kortikoide genannt). Hierbei handelt es sich um Arzneimittel mit stark entzündungshemmender Wirkung, um die Dauer und Schwere der Episoden (Sehstörungen) zu reduzieren.

Quellen:

1.US National Multiple Sclerosis Society, MS symptoms: http://www.nationalmssociety.org/Symptoms-Diagnosis/MS-Symptoms
2.Drs. M. Murie and E. Moral (2011): Espasticidad en Esclerosis Múltiple, ISBN: 978-84-15198-27-7, Luzán 5, S.A., Madrid, Spain.

Diese allgemeinen Informationen haben nicht die Absicht, eine Krankheit zu diagnostizieren oder medizinisches Fachpersonal zu ersetzen. Um die beste Beratung für Ihre Krankheit sowie Antworten auf Ihre medizinischen Fragen zu erhalten, sollten Sie einen Mediziner konsultieren. Nur ein Arzt kann Ihre Lage vollumfänglich und angemessen einschätzen und entscheiden, welche Behandlungen erforderlich sind.

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